Nächste Termine für Symposien Bauhaus


Dienstag, 05.07.2022, 18:00 Uhr ~ Bauhaus Teil 4 ~ Anmeldung bei Klaus erforderlich.

Bayrisches Wirtshaus, SG-Ohligs, am Ohligser Marktplatz

Samstag, 25.06.2022 ~ Führung im Peter Behrens Bau in Oberhausen

Programm:

Nach einigem hin und her habe ich das Programm nun so festgemacht. Ich hoffe, es gefällt bereits im Voraus und vor allem während und danach.
2 Führungen  mit einer kurzen Pause? Verschiedene Themen? Eine gute Gelegenheit, wenn man schon mal wieder nach Oberhausen fährt. Zeitliche Details und eine längere Pause werde ich noch klären, jeglichen Stress lassen wir jedenfalls in Solingen.
 
Start per ÖPNV wäre am 25.6.2022 um 12.43 Uhr Hauptbahnhof Solingen Gleis 10, Line S1 (ich gehe einfach davon aus dass sie fährt), Umsteigen in Düsseldorf Flughafen bis Oberhausen Hauptbahnhof,  von dort mit dem Bus zu Oberhausen Neue Mitte (das ist am Centro, am Gasometer und am Peter Behrens Bau. Ankunft: 14:04 h - Fußweg 5 Minuten bis zum Gasometer.

Für 14:30 Uhr habe ich eine Sonderführung „Das zerbrechliche Paradies“ für uns bestellt, die 60 Minuten dauert.
Wer diese bereits gesehen hat, kann das vielleicht mit Führung wiederholen oder  ohne Führung den Gasometer besichtigen, zum Centro oder zu einem der zahlreichen Cafés gehen.
Fußweg Gasometer - Peter Behrens Bau ca. 5 Minuten - Kaffeepause ggf. möglich - Restaurant Am Gasometer ist auf halbem Weg.

Zwischen 16:00-16:30 (ich hoffe auf 16:30) habe ich eine Sonderführung „Kunst und Technik – innen und außen) in 2 Gruppen (maximal 11 Personen jeweils) im Peter Behrens Bau bestellt.
Auch diese Führung dauert ca. 60 Minuten.

Ab 18:30 h habe ich im Restaurant-Pizzeria Teatro Promenade 19 am Centro Plätze reserviert (deren Anzahl ich noch vorher durchgeben soll).

Die Tabelle der Rückfahrten ab 19:30 alle ca. 15 Minuten habe ich notiert.

Kosten: Eintritt Kombiticket 13,50 €, Führungen: 60,00 € Gasometer, 110,00 € Peter Behrens Bau.

Nach derzeitigen Anmeldungen mithin: 25,00 € pro Person zzgl. Fahrtkosten (9,00 € Ticket)

Wer möchte, kann mir den Kostenbeitrag am 14.6.2022 zu unserem Symposion mitbringen.

Herzliche Grüße bis dahin
Klaus

Hier noch einmal die Zusammenstellung unserer weiteren Vorhaben, neben Bauhaus Symposien:
Exkursionen – meist mit Führung, gemeinsame Anreise, abschließendem geselligen Beisammensein: 

  Vorrangig Thema Bauhaus-Neue Sachlichkeit-Design- Alltagskunst-Handwerk
- Oberhausen ~ Peter Behrens Haus mit Führung durch den LVR Bestand
  Gasometer-Das zerbrechliche Paradies – Klimageschichte der Erde bis 12/22
- Essen ~ Reddot Design Museum Zollverein – Folkwang Impressionisten bis 15.5.
- Hagen ~ Osthaus pp - Krefeld Kaiser Wilhelm Museum pp

  Andere Themen
- Wuppertal ~ von-der-Heydt+Engels-Haus+BrillerViertel+Parks
- Köln ~ Kolumba bis 15.8. Jüdisches Leben Kooperation mit MiQua - Dom –Schnütgen -Wallraf-Richartz(ab22.10.Susanna-Bilder      einer   Frau vom Mittelalter bis meetoo) – Ludwig 9 Pers max – MAKK Stadtmuseum – Rautenstrauch-Joest – Römisch-    Germanisches Museum.
- Bonn ~ Haus der Geschichte 
- Ratingen ~ Cromford, Von Luxus, Lust und Leid. 1800 – heute und Bilderserie „Natura Morta“
- Solingen ~ Max-Leven-Zentrum - Rundgang Ohligs jüdische Kaufleute - Galileum 
  Bergische Museumsbahn – Burgholz – Manuelkotten
- Brühl ~ mit Schloss und evtl. Museum Max Ernst

Bilder zum dritten Bauhaus-Symposium am 14.06.2022 ~ zum Vergrößern bitte anklicken

Zum Bericht des dritten Bauhaus Symposiums, geht es hier

Bilder und detaillierter Vortrag zum 2. Bauhaus Symposion am 23.05.2022

Bilder zum ersten Bauhaus-Symposium am 03.05.2022 ~ zum Vergrößern bitte anklicken

Zum Bericht des ersten Bauhaus Symposiums, geht es hier

Symposium vom 12.04.2022 Bilder im Barock

Peter-Paul Rubens, Raub der Töchter des Leukippos, um 1618

Zum Bericht des Symposiums, Malerei im Barock, geht es hier
 

Hier die Barock-Beispiel Bilder zum Bericht:

Peter-Paul Rubens, Selbstportrait mit seiner ersten Frau Isabella, um 1609

Frans Hals, Junge Frau, um 1658

Canaletto, Der Bucintoro in Venedig am Himmelsfahrtstag 1732

Jan Vermeer, Brief lesendes Mädchen, um 1657

Symposium vom 29.03.2022
Musik im Barock

Zum Bericht des Symposiums, Musik im Barock, geht es hier
 

Hier drei Barock-Beispiele zum Anhören:

Händel ~ Wassermusik

Monteverdi ~ L´Orfeo

Bach ~ Brandenburgisches Konzert Nr. 2

 

 

 

 

Link zum berühmten Kastraten des Barock, Farinelli

 

 

 

Gedichte vom 2 ten Symposium am 09.11.2021

Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig
ist des Menschen Ehre!
Über den, dem man hat müssen
heut' die Hände höflich küssen,
geht man morgen gar mit Füßen. 
Michale Franck(1609 - 1667), deutscher Kirchenliederdichter und Komponist

Ein hübsches Lärvchen ist ein Schmuck, der bald vergeht,
Ein Röslein das nicht lang in voller Blüte steht,
Ein Reiz, der flüchtig an der äußern Haut nur klebt,
Indes ein schöner Geist die Zeiten überlebt.
Molière (1622 - 1673), eigentlich Jean-Baptiste Poquelin, französischer Komödiendichter und Schauspieler 

Der Morgen
Uns lockt die Morgenröte
In Busch und Wald
Wo schon der Hirten Flöte
Ins Land erschallt.
Die Lerche steigt und schwirret,
Von Lust erregt
Die Taube lacht und girret
Die Wachtel schlägt

Die Hügel und die Weide
Steht aufgehellt
Und Fruchtbarkeit und Freude
Beblümt das Feld.
Der Schmelz der grünen Flächen
Glänzt voller Pracht,
Und von den klaren Bächen
Entweicht die Nacht.

Der Hügel weiße Bürde,
Der Schafe Zucht,
Drängt sich aus Stall und Hürde
Mit froher Flucht.
Seht, wie der Mann der Herde
Den Morgen fühlt
Und auf der frischen Erde 
Den Buhler spielt!

Der Jäger macht schon rege
Und hetzt das Reh
Durch blutbetriefte Wege
Durch Busch und Klee.
Sein Hifthorn gibt das Zeichen;
Man eilt herbei;
Gleich schallt aus allen Sträuchern
Das Jagdgeschrei

Doch Phyllis' Herz erbebet
Bei dieser Lust;
Nun Zärtlichkeit belebet
Die sanfte Brust.
Laß uns die Täler suchen,
Geliebtes Kind,
Wo wir von Berg und Buchen
Umschlossen sind!

Erkenne dich im Bilde
Von jener Flur!
Sei stets, wie dies Gefilde,
Schön durch Natur,
Erwünschet als der Morgen,
Hold wie ein Srahl;
Sei frei von Stolz und Sorgen
Wie dieses Tal
Friedrich von Hagedorn (1708-1754)

Der Silvian, das fromme Blut!
Ihm glückt auch alles, was er tut.
Er lebt so friedsam, so vergnügt;
Ob er nicht ackert oder pflügt,
So bleibet er doch wohlversorgt:
Hat er kein Geld, ihm wird geborgt.
Sein Weib bleibt von ihm jede Nacht,
Doch jährlich ihn zum Vater macht.
Schaut, ob es ihm nicht wohl ergeht?
Er erntet, was ein andrer sät.
Ernst Christoph Homburg (1605 - 1681), deutscher Epigramm- und Kirchenlieddichter

Was ein Baum ist ohne Laub, 
was ein Kirchturm ohne Glocken,
was ein Keller ohne Wein, eine Suppe sonder Brocken,
was ein Schiff ist ohne Segel, was ein Anker ohne Grund,
was ein Schütze sonder Pulver, und ein Jäger ohne Hund,
was ein Weber ohne Garn, was ein Schlosser sonder Eisen,
was ein Bäcker ohne Mehl, und ein Garkoch ohne Speisen,
was ein Fuhrmann ohne Wagen, und ein Bauer ohne Feld;
dies, und zehnmal noch minder, ist der Adel ohne Geld.
Johann Grob (1643 - 1697), Schweizer Epigrammdichter

Es schlug mein Herz. Geschwind, zu Pferde!
Und fort, wild wie ein Held zur Schlacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht.
Schon stund im Nebelkleid die Eiche
Wie ein getürmter Riese da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah schläfrig aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr.
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch tausendfacher war mein Mut,Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzes Herz zerfloß in Glut.

Ich sah dich, und die milde Freude
Floß aus dem süßen Blick auf mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht
Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter,
Ich hofft’ es, ich verdient’ es nicht.

Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du gingst, ich stund und sah zur Erden
Und sah dir nach mit nassem Blick.
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück! 
Wolfgang Goethe (1771)

Anders sein und anders scheinen,
anders reden, anders meinen,
alles loben, alles tragen,
allen heucheln, stets behagen,
allem Winde Segel geben,
Bös' und Guten dienstbar leben,
alles Tun und alles Dichten
bloß auf eignen Nutzen richten:
wer sich dessen will befleißen,
kann politisch heuer heißen.
Friedrich von Logau (1605 - 1655), Pseudonym: Salomon von Golaw, deutscher Dichter des Barocks aus schlesischem Adelsgeschlecht

Tränen des Vaterlandes'
Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret!
Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun,
Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Kartaun
Hat aller Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret.
Die Türme stehn in Glut, die Kirch ist umgekehrt
Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sindzerhaun
Die Jungfraun sind geschändt, und wo wir hin nur schaun,'
Ist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchfähret
Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut
Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Srömer Flut,
Von Leichen fast verstopft, sich langsam fort gedrungen
Doch schweig ich noch von dem , was ärger als der Tod.
Was grimmer denn als Pest und Glut und Hungersnot,
Daß auch der Seelenschatz so vielen abgezwungen.
Andreas Gryphius (1636)

Vortrag zum 1. Symposium Barock am 19.10.2021

Barock ist ein Begriff für einen je nach Region unterschiedlichen bestimmten Stil für Architektur, Literatur, Musik, bildende Kunst, Mode, gesellschaftliches Leben.
Stil Bezeichnungen sind willkürlich, meist erst im Nachhinein gebräuchlich, mit Veränderungen der Interpretation. Meist zunächst abwertend, negativ, spöttisch, überheblich.
Barock – zunächst allgemein Das Regelwidrige, Sonderbare, Exzentrische, Bizarre, seltsam geformte, auch betrügerisch, schwülstig, kitschig, komisch, barocco – portugiesisch für „schief ungleichmäßig (z.B. bei Perlen)

Barock - Eine einheitliche Geisteshaltung im Kampf zwischen Ordnung einerseits und rastloser Bewegung andererseits findet Ausdruck in barocker Kunst.
Rastlose Bewegung ? Die entscheidenden Entdeckungen der Wissenschaft wurden gewonnen durch das Prinzip der Bewegung:

Wissenschaft Technik: Beispiele:
Blutkreislauf der Lebewesen (William Harvey 1578-1657)– Freier Fall Galilei Fernrohr Beschreibung Freier Fall 1609 Newton Gravitationsgesetz 1609 Keplersche Gesetze 1687- 3 Gesetze (Trägheit) – Leonard Euler 1707-1783 Otto v. Guericke 1654 Magdeburger Halbkugel/Wirkung des Luftdrucks Vacuum Leibniz usw usw.(Gegenstand eines Abends)
Philosophie – Gesellschaft – Politik – Religion 
Rationalismus – Moralphilosophie – Gesellschaftstheorie – aufgeklärter Absolutismus
Aufklärung – Pantheismus – „Gegenreformation“ = Katholische Repression und missionarische Rekatholisierung
Ökonomie, Theater, Feste (folgt später)

Demgegenüber stand der „menschliche“ Wunsch nach Ordnung, hier vor allem in der Gesellschaft – im Leben – in der Politik. – Ausdruck gerade harmonische und gleichförmige Linien in Architektur, Gartenbau!!!, jedoch überreich beladen zur demonstrativen Macht.

Was war geschehen? Die Renaissance – die Wiederentdeckung Griechenland und Rom,
wodurch?  1453 Konstantinopel – Türkisch-Arabischer Sieg weckt Begehrlichkeiten – Suche nach Alternativen führt zum Zeitalter der Entdeckungen – Neue Weltsicht – neue Anforderungen Buchdruck 1450/52, Reformation, Aufbegehren von Bürgern und Volk, erst in der Kirche (wir lesen die Bibel jetzt selbst) dann gegen Fürsten – Insgesamt Unsichere bedrohliche Zeiten.

Bruchstellen + Erklärung der regionalen Unterschiede barocker Ideen: 
1. Reichstag Augsburg 1555: Reichsstände durch die Reichskreise, das Reichskammergericht, die Münze an Macht gewannen durch die Schwäche des Kaisers. Die Macht verschob sich schrittweise auf Institutionen. Jedoch „cuius regio eius religio“ – Prunk, Verschwendung, Festkultur etc. sowie pompöse Bauwerke waren ein letztendlich gescheiterter Versuch der Fürsten die Form der Alleinherrschaft zu bewahren. Klar wurde das durch die Bestimmungen des Westfälischen Friedens, der zum Teil der deutschen Verfassung wurde und die Macht der Fürsten letztendlich weiter beschnitt.
Die Bürger in den Städten gewannen weiter an Einfluss gegenüber den Fürsten, 
2. Konzil von Trient 1545-1563: Gegenreformation – (1534 Jesuiten) 
    1559 Index Librorum Prohibitorum 1562 Il Gesu/Jesuiten (reinstes Barock heutige Lesart)
3. 1562 Frankreich: Hugenottenkriege 1572 Batholomäusnacht 1598 Edikt von Nantes 
    1685 Fontainebleau - Reunionskriege 1667-1697
4. England 1558 Elizabeth 1. 1581-1795 Niederländisch-Englische Seekriege
5. Ab 1564 Jesuiten in Polen – Repressionen – Bildung – Theater –„Monita Secreta“
6. Deutschland – Hlg.Röm.Reich  – Habsburg/Wittelsbach – Protestant. Fürsten
    1583-1595 Bruderzwist Rudolph II/ Matthias 1612 Kaiser 1619 Ferdinand II (Absolutismus + Gegenreformation) 
7. Schweden Großmachtträume ab 1611/1617

Anhand dieser Daten sehe ich Barockzeit den Zeitraum von ca. 1550 bis zum 1789. Offiziell von 1600 – ca. 1750 (wobei Rokoko teilweise nochmals abgesondert wird)

Die drei wichtigsten Motive des Barocks sind “Carpe diem”, “Memento mori” und “Vanitas”, drei lateinische Ausdrücke.

Carpe diem
“Genieße den Tag” (dt. für “Carpe diem”) steht für einen Aufruf seine Lebenszeit zu genießen und das Beste aus jedem Tag zu machen, anstatt nur “vor sich hin zu leben”. Die ständige Angst vor dem Tod sollte einen nicht daran hindern Mut fürs Leben zu haben. (Horaz – Pflücke den Tag (Kepos)– Lebe den Tag – -Nutze den Tag-  Epikur)

Memento mori
“Sei dir der Sterblichkeit bewusst” (dt. für “Memento mori”) steht für die Vergänglichkeit des Lebens und dient als Erinnerung an den unausweichlichen Tod. Es diente der Kirche als eine Warnung an alle Menschen vor dem moralischen Verfall. Gleichzeitig war es damit auch eine Aufforderung nach Selbstreflexion zur Hinwendung an Gott und die Kirche. (Rom - Siegeszug)

Vanitas
“Nichtigkeit” / ”Eitelkeit” / “Schein” (dt. für “Vanitas”) war eng mit dem Motiv des Memento mori verbunden. Es zeigt die Vergänglichkeit der Menschen und alles Irdischen, was auch als gottgewollt und unausweichlich gilt. Der Mensch sei machtlos, und soll nicht versuchen, das unausweichliche zu verhindern, es liege sowieso nicht in seiner Hand. Bilder, die verfallene Schönheit oder vergangene Zeit darstellen, zeigen deren Vergänglichkeit und dass es nicht möglich ist, diese Dinge ewig festzuhalten. 

Geschichtliche Einordnung:

1453 der Fall Konstantinopels an die Osmanen – Niedergang des Orienthandels über Venedig- Genua mit Anbindung an süddeutsche          Städte (Augsburg, Nürnberg)
1450 Gutenberg Buchdruck (dadurch Erfolg der Reformation ?) nationale Sprachen - Latein
1492 Kolumbus – 1497-99 Vasco da Gama – Entdeckungen, Neue Entwicklungen, Techniken
1517 Reformation Luther Hus Zwingli Erasmus
1524-26 Bauernkriege
1526-32 1. Türkenkrieg
1534 Gründung der Jesuiten
1545-63 Konzil von Trient – Gegenreformation

Was geschah im Barock:

1555 Augsburger Religionsfriede (cuius regio, eius religio)
1583 Kölner Krieg/Truchsessischer Krieg (Versuch Kölner Erzstift in erbliches Lehen zu wandeln – Protestanten/Katholiken
         vorgeschoben Sieg span-bayr. Truppen
1583-1604 Straßburger Kapitelstreit – Sieg katholischer Truppen beides casus belli
1608 protestantische Union – 1609 Katholische Liga – Friedrich V /Winterkönig
1609 Bergischer Erbfolgestreit Wolfgang Wilhelm Sigismund Spanien Frankreich Generalstaaten – 
(1614 Provisionalvergleich durch Vermittlung der 3 Staaten - in der Schwebe bis nach 1648: 1672=Ausgleich Aufteilung, Religionsausübung ja Status quo, aber ohne Toleranz) Grund der Einigung u.a. Expansion Ludwig XIV – Brandenburg wechselt öfter die Seiten, Jülich-Berg bleibt bei Habsburg) 
1617 z.B. Lutheraner und Calvinisten durch Wolfgang Wilhelm aus Bensberg vertrieben.
1618-48 30jähriger Krieg – mehrere Kriege – Wegen Plünderungen und Verwüstungen, vor allem durch Dezimierung der Bevölkerung durch Mord und Epidemien Abnutzung der Resourcen und dem Westfälischen Frieden dann so bezeichnet.
1620 Spanier (nach Winterkönig Kahlen Berg Pfalz im Bergischen Land) dann Generalstaaten (Pfaffenmütze im Rhein Berg Siegmündung) + Brandenburger

Folge: Nicht mehr Hierarchie der Fürsten, sondern Größe des Territoriums, Wirtschaftskraft, militärische Stärke (Söldnerheere)

Nationale Unabhängigkeit von Schweiz und Niederlande – Beginn der Nationalstaaten-Idee

1635-1659 Franz./span. Krieg Pyrenäenfrieden Jülich-Berg
1661-1715 Louis XIV
1653-1660 Karl I v . England – Cromwell Navigationsakte
1667-1714 Pfälzischer Erbfolgekrieg Jülich-Berg
1667-68 Devolutionskrieg (Erbfolge) 1. Reunionskrieg F/Span. Niederlande
1667-1714 Franz.-holl. Krieg Jülich-Berg
1683 2. Türkenkrieg – Türken vor Wien  Graf Starhemberg Kahlenberg Jan Sobieski
1683-84 Reunionskrieg Luxemburg – Trier – Katalonien -Navarra Jülich/Berg
1688/89 Glorious Revolution Bill of rights – kath. Jacob II durch Wilhelm v. Oranien
1689/91 Jakobitenaufstand – Penal Laws Oranien Ursache des Nordirlandkonflikts.
1700-1722 Großer Nordischer Krieg 1715-1733 August II v . Sachsen
1701-1704 Spanischer Erbfolgekrieg Jülich-Berg
1700-1722 Großer Nordischer Krieg
Maria Theresia 1717-1780 – Friedrich II 1712-1786
1740-42 1. Schlesischer Krieg Erbfolge – pragmatische. Sanktion
1756-62 7jähriger Krieg Jülich-Berg

Weitere Merkmale des Barocks
Wie schon beschrieben, ist der Barock und damit auch dessen Literatur von Gegensätzen geprägt. Dazu gehören unter anderem:
Das schöne Leben - Die Zerbrechlichkeit des Lebens - Wohlstand~Armut - Gesundheit~Krankheit - Diesseits~Jenseits - Sein~Schein Tugend - Erotik - Ewigkeit - Vergänglichkeit.

Barock modern mit Düsseldorfer Barock in der Altstadt, Bericht vom Besuch am 09.10.2021

Die Ausstellung Barock Modern im Kunstpalast Düsseldorf zeigt die Kunst der alten Meister neben der abstrakten, der informellen und der ZERO Kunst aus der Sammlung Kemp, vergleicht, reflektiert  und stellt Assoziationen her. Das wollten wir uns genauer ansehen.

Den gegenständlichen Darstellungen von Vergänglichkeit, leerem Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit, Prahlerei, Misserfolg oder Vergeblichkeit – mit einem Wort Vanitas des Barock,  setzten die „heutigen“ Künstler ihre abstrakten Varianten zum selben Thema entgegen.

Die früheren Darstellungen sind jeweils plakativ, nur auf den ersten Blick schnell verständlich, aber auch nur, wenn man in dieser Zeit gelebt hat oder die jeweiligen Bedeutungen der Objekte, Details und Darstellungen aus Religion, Sitte, Kultur kennt. Die aktuelleren Objekte sind hingegen eher selten auf den ersten oder zweiten Blick verständlich; es braucht schon einiges an die Herangehensweise des Künstlers und Assoziationen, damit es sich einem eröffnet.

Den Kunstwerken beider Epochen ist oft gemeinsam, dass sie Interesse und Neugier wecken, egal ob sich später persönliche Zustimmung oder Ablehnung ergibt.

Am Beispiel eines Gartenzwergs aus Schokolade und eines Hasen aus Köttel und Mist von Dieter Roth sind auch durch das verwendete Material drastisch überzeichnete Adaptionen dieser Motive in ihrer verschiedenen Bedeutung zu den jeweiligen Epochen. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er im Zwerg den Gnom, den Spießer, den fleißigen Kerl und Bergmann oder im Hasen Lebenskraft, Auferstehung, oder einfach Wollust erkennt. Es sind jedenfalls kleine Schritte um sie mit Vergänglichkeit, Prahlerei, Vergeblichkeit in Verbindung zu bringen – und damit ist man eben wieder bei Vanitas, einem der drei zentralen Motive des Barock.

Soweit war ich gekommen. Ich fand es nicht schlecht – obwohl – kurzweilig geht anders.

Beim Ürigen der nächste Halt Bringt den Genuss von kühlem Alt
 Die Altstadt war ja brechend voll Denn auch die Witterung war toll
 Dann gabs als Krönung unsrer Reise „Im Schiffchen“ unsre Abendspeise
 Ein jeder soll nach freiem Willen Zum Abschluss seinen Hunger stillen

Durch die Tickets gab‘s die Möglichkeit Das jeder geht zu seiner Zeit
 Doch keiner musste sich beeilen Wer wollte konnte noch am Tisch verweilen
 Um miteinander noch zu plauschen Und Gedanken auszutauschen
 So sag ich ohne lange Wahl Wir freu`n uns schon aufs nächste Mal

Da erreichten mich mehrere Emails von Sylvia Schäfer und das Gedicht von Ralf Porath. Und siehe da – mein Bericht war gerettet. Denn, besser kann ich alles Weitere nicht beschreiben, als es Ralf kurz und knackig getan hat. Zusammen mit den Fotos von Sylvia wird ein schöner Schuh daraus.
Hier also alles Weitere von Ralf Porath:

Am 9.10. zählte nur Das Thema Kunst und auch Kultur
Und der Trip nur mit der Bahn
Der hat uns allen gutgetan
 Denn in Düsseldorf am Rhein
Da soll das Kunstmuseum sein
 Das Tagesthema war Barock Für Kunstbanausen mehr ein Schock

Klaus, zum Gruppenchef gekürt
Hat vorbildlich Regie geführt
 Und liebe Leute, auf ein Wort 
Für die Planung gab`s Support
 Es ist nun wirklich keine Frage
Das ich dafür Danke sage
 Willi Kemp gab seine Spende In Düsseldorf in gute Hände

Die Andreaskirche zeigte viel 
Über Kunstwerk in barockem Stil
 Von draußen hätt ich nie gedacht Das jemand drinnen so was macht
 Durch einen Unfall wohl bedingt Hat unser Klaus doch sehr gehinkt
 Die Rikscha sollte ihn entlasten Er braucht nicht durch die Stadt zu hasten

Bericht von Klaus Schaberg
14.10.2021

Bericht vom Besuch des Schlosses Benrath mit Führung am 31.07.2021

Von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18099144 

Schloss Benrath – Gärten – Park – Museum für Europäische Gartenkunst – Rheinterrassen

Bei unserer ersten gemütlichen Zusammenkunft nach der dritten Corona-Welle auf der überdachten Terrasse des Essateliers hatten wir uns zu einem Besuch von Schloss Benrath mit Führung im Museum für Gartenkunst und Corps de Logis, anschließendem Gärtenspaziergang und schlussendlich zum gemeinsamen Abendessen und Plausch in den Rheinterrassen verabredet. 

Benrath bietet sich an, da wir uns ab Herbst mit dem Zeitalter des Barock beschäftigen wollen, also neben dem Gelsenkirchener und den Rubens-Mädchen, der Geschichte dieser 200 Jahre, Literatur, Poesie, Musik, Theater, Philosophie usw. eben auch mit der bildenden Kunst, also auch mit der Architektur, Gartenbaukunst. 

Und dazu ist Benrath als Endpunkt barocker Kunst, Rokoko hin zu Klassizismus und Louis Seize ein beeindruckendes Beispiel, wie verschiedene Baustile immer wieder miteinander vermischt wurden. 

Nach einigen Zu- und Absagen trafen sich dann 15 Mädels und Jungs am 31.7. vor dem Museumsshop ein. Da gerade mal wieder auch in Düsseldorf die berühmt-berüchtigte Inzidenz zugeschlagen hatte, wurden wir auf 2 Gruppen verteilt, dies obwohl wir – wie Simone es ausdrückte – alle 2fach geimpft, entwurmt und geschippt waren. Die eine Gruppe begann im Corps de Logis (also in der Wohnung), die andere im seitlichen Bediensteten Flügel, in dem das Museum der europäischen Gartenkunst untergebracht ist. 

Das Metier der jungen Führerin war der Gartenbau. Der barocke Garten wurde anhand des ersten bedeutenden Beispiels des Chateau de Vaux-le-Vicomte von ihr erklärt. Da ich mir nicht alles merken konnte, hier ein Ausschnitt aus Wikipedia: 

Vaux-le-Vicomte übertrifft an Pracht und an gestalterischer Konsequenz alle bis dahin in Frankreich bekannten Schlösser und Gärten. Nie zuvor waren die Anfahrt, die Höfe und Nebengebäude, der Wohnbau selbst und der Garten einer so strengen, alles übergreifenden Ordnung unterworfen worden. Die gesamte Anlage gliedert sich hierarchisch, symmetrisch und axial. Bereits auf der Nordseite versammelt ein Fünfstrahl mit hervorgehobener Mittelachse die räumlichen Kräfte und führt sie auf den Vorhof und den Ehrenhof. 

Da ehemals im Mittelbereich des Wohnbaus Fenster und Türen offen waren, konnte die Hauptachse noch besser durch das Gebäude hindurch bis in den symmetrisch angelegten Garten verfolgt werden, wo sie über die Parterres samt rahmenden Bosketten bis in den fernen Waldbereich führt.

Die Gesamtanlage besteht aus drei Bereichen, die untereinander in enger Verbindung stehen: die Vorhöfe und die Fassade des Schlosses, die Innenarchitektur und Ausstattung und die sich hinter dem Schloss erstreckende Gartenanlage.

Links: Garten von der Laterne des Schlosses aus Schloss Vaux-le-Vicomte: Blick auf Broderieparterres, seitliche formale Blumenbeete und im Hintergrund ruhige Rasen- und Wasserflächen mit architektonischer Rahmung sowie der weiten Sichtachse Von Thomas Henz Sadeness - Fotografiert von Thomas Henz / Photograph taken by Thomas Henz, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=298256 

Links: Parterregarten Orangerie Versailles Von Urban in der Wikipedia auf Französisch - From French fr:Image:Orangerie.jpg, personal photo under GFDL license by fr:Utilisateur:Urban, CC BY-SA 3.0, https://commons.

Auch wenn Ludwig XIV seinen Finanzminister als Bauherr von Schloss und Garten deswegen wohl nicht wenige Wochen nach der Einweihungsfeier von Schloss und Garten abgesetzt hat, so war er wohl neidisch genug und sann mit dem Bau von Versailles darauf, alles noch größer, bombastischer, auf jeden Fall repräsentativer zu machen. Denn nur so konnte er seinen absolutistischen Machtanspruch wirksam publizieren, Fernsehen und Internet gab es ja zu dieser Zeit noch nicht. 

Ab dem frühen 18. Jahrhundert entwickelte sich in England der englische Landschaftsgarten. Der Ursprung ist vorstellbar durch das Aufkommen der Kavalierreisen, insbesondere nach Italien. Es ist eine bewusste Abkehr vom geometrischen, geordneten blühenden Garten des Barock hin zum die Natur idealisierend nachahmenden Bildkunstwerk mit sich windenden Flüssen und Wegen.

           

Links Studley Royal Water Garden mit achteckigem Aussichtsturm CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1524963 Rechts Stourhead Von Hans Bernhard (Schnobby) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10707991

Um den Horizont zu akzentuieren, wurden antike Tempel, später auch chinesische Pagoden, künstliche Ruinen, Grotten und Einsiedeleien (Eremitagen) in die Landschaft eingestellt. (aus Wikipedia) 

Drittes und letztes Beispiel war das Modell der Gärten und des Parks von Schloss Benrath. Anfänglich waren die Gärten auf beiden Seiten ebenfalls rein barocke Gärten. Auch der anschließende Park zum Rhein hin hatte eher barocke, gerade und geordnete Elemente; als Jagdrevier war er wenig geeignet und es ist auch kaum vorstellbar, dass er jemals so genutzt wurde, zumal Karl-Theodor sich nie dort aufgehalten hat und Murat und die Preußens auch andere Ideen oder bessere Möglichkeiten hatten. 

Der Architekt Nicolas de Pigage hat mit Schloss Benrath die Idee von Vaux-le-Vicomte umgesetzt und die Stilrichtungen des Spätbarock/Rokoko mit Elementen des Klassizismus und des Louis Seize verbunden. Die Gegebenheiten in Benrath ließen eine Gartenanlage wie er diese in Schwetzingen gebaut hat, nicht zu. Aber erkennbar ist der Einfluss schon.

Benrath: Kolorierte Federzeichnung von Wiebel und Couven, 1806. Von Autor unbekannt - Weidenhaupt, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14979854

Links: Schwetzingen Von Schlurcher - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43419927Schloss und Park

 

 

 

 

Auf dieser Federzeichnung sind die beiden Barockgärten gut erkennbar. Als die Hohenzollern in Benrath nach 1816 einzogen, wurde der Barockgarten auf der „Herrenseite“ in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet, so wie er heute noch präsentiert wird. 

(Legende) a Hauptgebäude, Corps de Logis, b Kavaliersflügel, c Torhäuser,              d Schilderhäuschen, e Wirtschaftshof, f Bartschüssel g Bacchus und Pomona,        h Flora und Pan i Lindenrondell, k Eremitage,1 Schlossweiher, 2 Obstbaumwiese, 3 Privatgarten der Kurfürstin Elisabeth Auguste, sog. "Französischer Garten"               4 Fächeralleen, 5 Küchengarten, 6 Parterregarten, 7 Prinzenbau / Orangerie (Altes Schloss), 8 Spiegelweiher, 9 Schlossterrasse, 10 Privatgarten des Kurfürsten Carl Theodor, sog. "Englische Partie", 11 Schillergarten, 12 Meleager und Atalante,             13 Hauptallee, 14 Jagdstern, 15 Lindenplatz, 16 Schlangenweg, 17 Kopfweiher,     18 Viereckweiher, 19 Radweg, 20 Rheinkopf, 21 Aha-Graben, 22 Hippodrom,           23 Ulmenkopf, 24 Schlangenbach, 25 Trompet, 26 Alte Brücke.

Copyright: Sylvia Schäfer

Vor dem Corps de Logis endete die Führung im Museum für europäische Gartenkunst und die beiden Gruppen tauschten unsere Führer. Für uns ging es ins Untergeschoss des Zweifamilienhauses, für die zweite Gruppe zum Gartenbaumuseum. 

Hier nun das Corps de Logis – das Wohnhaus – eigentlich ein Haus mit 2 Doppelhaushälften, nicht allein zu Repräsentation, sondern eher zum „privaten“ Wohnen, als Sommersitz, als Wohnung abseits der Pflichten, auch als Witwensitz gedacht. Bauherren waren Kurfürst Karl-Theodor von Pfalz-Neuburg und dessen Ehefrau Kurfürstin Elisabeth Auguste, ebenfalls von Pfalz-Neuburg, Cousin und Cousine eben. Hier sind die beiden, links

Einerseits auf barocke Wirkung bedacht (nicht nur farblich, sondern in seiner gesamten barocken Gestaltung, andererseits bereits Understatement in der Wirkung eines Bungalows mit Dachgeschoss, das in Wirklichkeit 2 Vollgeschosse für die beiden Privilegierten und insgesamt 5 Geschosse (für die Bediensteten und Keller) besitzt.

Von Pigage - Heinz Peters, Das alte Düsseldorf, Düsseldorf 1960, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14634474

Copyright Sylvia Schäfer (2 Bilder)

Der repräsentative Eingang, das Vestibül, ist gleichzeitig als Esszimmer für Empfänge zu benutzen. Es ist bereits – modern – klassizistisch Louis Seize, während die beiden Wohnbereiche und der große Saal im Rokoko Stil erscheinen. Kurfürstin und Kurfürst standen jeweils 3 Räume (Garten Wohnzimmer Schlafzimmer und Arbeitszimmer) zur Verfügung. Daneben gab es Ankleide und Bad, wobei insbesondere das Bad weniger der Reinlichkeit als mehr der Zerstreuung diente. In der oberen Etage waren die Gästezimmer untergebracht, die wir allerdings bei der Führung nicht besichtigt haben. Gewohnt hat die Kurfürstin nur wenige Wochen darin, der Kurfürst, wie schon gesagt, nie.

Copyright Sylvia Schäfer

Nachdem wir aus dem Keller entlassen wurden und eine kleine Pause auf dem Mäuerchen der Auffahrt gemacht hatten, zog es uns, die Gärten auch noch in natura zu sehen. Es wurde ein kurzer Spaziergang durch den englischen, den Resten des französischen Barockgartens, den Küchengarten und – für diejenigen, die ihr Auto in der Nähe der Orangerie (dem Rest des alten Renaissanceschlosses) geparkt hatten, noch in den Blumengarten. Die anderen lustwandelten durch den Park zu Rhein und vor allem zu den Rheinterrassen. Dort fanden sich auch die Wanderfaulen zur gleichen Zeit ein. 

Nach einem ersten Schluck auf der Terrasse wechselten wir dann doch lieber nach drinnen, wo wir ebenso die Aussicht auf den Rhein, vor allem aber einen schönen Abend bei Speis und Trank genießen konnten.

Zwei Stunden Kunst, eine Stunde frische Luft und vier Stunden Geselligkeit: Gerade die richtige Mischung für uns bei ZWAR-Gruppe Kunst und Kultur.

Bericht von Klaus Schaberg
04.08.2021

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